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Galileo (Satellitennavigation)
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Galileo ist ein weltweit nutzbares Navigationssatelliten- und Zeitgebungssystem (GNSS), das von der Europäischen Union betrieben und finanziert wird. Zuständig fßr den Galileo-Betrieb ist die Agentur der Europäischen Union fßr das Weltraumprogramm (EUSPA), die ihren Sitz seit 2014 in der tschechischen Hauptstadt Prag hat.cite-ref-1[1]cite-ref-2[2]
2025 befinden sich 31 Satelliten des Systems im Orbit, wovon 27 funktionsfähig sind.cite-ref-3[3] Es war eine Konstellation aus 24 aktiven und 6 Reservesatelliten geplant.
Galileo ist frei nutzbar und kann von Chipsets, wie sie z. B. in Smartphones verbaut werden, empfangen werden.cite-ref-0-4-0[4]cite-ref-1-5-0[5] Der ursprĂźnglich kostenpflichtige und verschlĂźsselte Dienst (Commercial Service â CS) wurde zum Ăśffentlichen High Accuracy Service (HAS â Hochgenauer Dienst) umgewidmet.cite-ref-6[6]cite-ref-7[7] Seit Januar 2023 stehen allen Nutzern drei Frequenzbänder kostenlos und unverschlĂźsselt zur VerfĂźgung, womit eine weltweite Genauigkeit von wenigen Zentimetern erreicht werden kann. Galileo ermĂśglicht damit allen Nutzern eine Genauigkeit, die die der konkurrierenden Systeme NAVSTAR, GLONASS und Beidou um mehr als den Faktor 10 Ăźbertrifft.cite-ref-8[8]
Contents
⢠Grundlagen
⢠Bodensegment
⢠Projektphasen
⢠Satelliten
⢠IOV-Phase
⢠FOC-Phase
⢠Dienste
⢠Signal
⢠Empfänger
⢠NAVSTAR (USA)
⢠StÜrsender
⢠Abkßrzungen
⢠Siehe auch
⢠Literatur
⢠Weblinks
⢠Einzelnachweise
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Beteiligte Staaten
Galileo ist das erste von der Europäischen Union (EU) und der Europäischen Weltraumorganisation (ESA) gemeinsam durchgefßhrte Projekt und Teil des TEN-Verkehrsprojektes. Die Finanzierung der Entwicklung ßbernahmen beide Organisationen zu gleichen Teilen. Am 27. Mai 2003 einigten sich die Mitgliedsstaaten der ESA ßber die Finanzierung.
Folgende Staaten auĂerhalb der Europäischen Union beteiligten sich ebenfalls:
⢠Die China Volksrepublik Volksrepublik China ist mit 280 Mio. Euro am Projekt beteiligt; ein gemeinsames Trainingszentrum fßr Satellitennavigation wurde an der Universität Peking erÜffnet.cite-ref-9[9]
⢠Saudi-Arabien Saudi-Arabiencite-ref-15[15]
⢠Schweiz Schweiz (Mitglied der ESA), beteiligt mit ursprßnglich 30 Mio. Euro, lieferte (ßber das bis 2006 existierende Unternehmen Temex, heute (2019) Orolia) fßr die vier IOV- und die 22 FOC1-Satelliten die extrem genauen Rubidium- (Abweichung von einer Sekunde in 760.000 Jahren) und Wasserstoff-Maser-Atomuhren (Abweichung von einer Sekunde in drei Millionen Jahren)cite-ref-16[16]
⢠Norwegen Norwegen (Mitglied der ESA)
Russland brachte zwischen Oktober 2011 und Juni 2016 in sieben Raketenstarts einer Sojus-2-1b Fregat-MT vom europäischen Weltraumzentrum in FranzÜsisch-Guayana aus die ersten 14 Galileo-Satelliten ins All.cite-ref-19[19]
Mit dem Austritt des Landes aus der EU verlor das Vereinigte KĂśnigreich auch die Rechte an der Nutzung des Galileo-Systems. Beim G20-Gipfel 2018 erklärte die britische Regierung unter Theresa May, sie wolle ein eigenes Satellitennavigationssystem fĂźr rund 5 Mrd. Pfund aufbauen. Bis dahin waren bereits 1,2 Mrd. Pfund in das Gemeinschaftsprojekt investiert.cite-ref-20[20] GroĂbritannien wurde vom Galileo-Projekt ausgeschlossen, da die EU keine sensiblen Daten mit Staaten teilt, die nicht der EU angehĂśrten.cite-ref-21[21] Dies umfasst insbesondere die Nutzung des nicht-Ăśffentlichen Public Regulated Service (PRS) und die Beteiligung britischer Firmen bei Entwicklung und Integration der Satelliten. Stattdessen wurden die Aufträge an ESA ESTEC in den Niederlanden und OHB in Bremen neu vergeben.cite-ref-22[22]
Die Vereinigten Staaten standen Galileo zunächst skeptisch gegenßber, vor allem im Hinblick auf die Gefahren einer unkontrollierten militärischen Nutzung. Nachdem Bedenken bezßglich einer technischen Beeinflussung des NAVSTAR-GPS-Systems ausgeräumt wurden, sind oder waren die USA bestrebt, Zugang zum militärischen Dienst von Galileo (PRS) zu erhalten.cite-ref-23[23]
Grundlagen
â
Hauptartikel
:
Globales Navigationssatellitensystem
Galileo basiert auf einer Grundkonstellation von 30 Satelliten (27 plus drei laufend betriebsbereite Zusatzsatelliten, zuzĂźglich des fortlaufenden Ersatzes von Satelliten), die die Erde in einer HĂśhe von etwa 23.260 km mit 3,6 km/s umkreisen, und einem Netz von Bodenstationen, die die Satelliten kontrollieren. Empfänger in der GrĂśĂe mobiler Handgeräte wie Smartphones oder Navigationssysteme kĂśnnen aus den Funksignalen der Satelliten die eigene Position mit einer Genauigkeit von ungefähr vier Metern bestimmen. Bei Verwendung von Zusatzinformationen oder -diensten lässt sich ähnlich wie bei anderen satellitengestĂźtzten Navigationssystemen (GNSS) die Positionsgenauigkeit in den Zentimeterbereich steigern (DGPS).
Galileo wurde ursprĂźnglich nur fĂźr zivile Zwecke konzipiert, wird aber â durch die vom Europäischen Parlament im Juli 2008 verabschiedete EntschlieĂung zu den Themen Weltraum und Sicherheit â auch fĂźr Operationen im Rahmen der Europäischen Sicherheits- und Verteidigungspolitik (ESVP) âzur VerfĂźgung stehenâ.cite-ref-24[24]
Satellitenkonstellation
Es sind 30 Satelliten geplant. Die aktuelle Konstellation ist in der Liste der Galileo-Satelliten zu ersehen. Die aktiven Satelliten sollen eine Walker-Konstellation (56°:24/3/1) bilden. Auf drei Bahnebenen mit einer mittleren Inklination von 56° sind jeweils acht Satelliten vorgesehen. Hinzu kommen Reservesatelliten. Der Abstand zwischen den Satelliten beträgt 45° mit einer Abweichung von maximal 2°. Bei einer HÜhe von 23.222 km ßber der Erdoberfläche benÜtigen die Satelliten etwa 14 Stunden fßr einen Umlauf.cite-ref-25[25]cite-ref-26[26]
Nach 17 Umläufen oder 10 Tagen wiederholt sich das Muster der Bodenspur.
Bodensegment
Im Vergleich zu anderen Satellitensystemen benĂśtigt ein Satellitennavigationssystem eine groĂe Anzahl von Infrastrukturelementen am Boden. Diese sind im Folgenden aufgezählt:
⢠Zwei gleichberechtigte Galileo Control Centres (GCC) in Oberpfaffenhofen (Deutschland) und Fucino (Italien). Nominal ßberwacht und kontrolliert Oberpfaffenhofen die Satellitenkonstellation, während Fucino fßr die Bereitstellung der Navigationsdaten sowie die hochgenaue Bahnbestimmung und Zeitsynchronisation zuständig ist. Im Falle eines gravierenden Ausfalls kÜnnen die beiden Kontrollzentren sich gegenseitig ersetzen.
⢠Das GCC stellt sicher, dass die Satelliten spätestens alle 100 Minuten neue Navigationsdaten erhalten.
⢠30 weltweit verteilte Referenz-Empfangsstationen (GSS) zur Erfassung der Galileo-Signale im L-Band. Aus diesen Signalen berechnet das Kontrollzentrum alle zehn Minuten die Navigationsdaten (Bahnen und Zeitdifferenzen)
⢠Zehn weltweit verteilte Up-link-Stationen (ULS) zur Ăbertragung der von den Satelliten ausgestrahlten Galileo-Navigationssignale, Kommunikation mit 3-Meter-Antennen im C-Band (5 GHz)
⢠Das Sicherheitszentrum (GSMC) in Frankreich (St. Germain-en-Laye) mit einem Backup in Madrid. Diese sind fßr den behÜrdlichen Dienst (PRS) sowie die Systemsicherheit zuständig.
⢠Galileo Reference Centre (GRC) in Noordwijk, Niederlande. Dieses Zentrum arbeitet autonom ohne Verbindung zu den Gallileo-Einrichtungen und misst unabhängig die Leistungen des Galileo Satellitensystems.
⢠Des Weiteren zusätzliche Servicezentren zur Zeitreferenzierung, geodätische Dienste, Koordinierungszentren fßr den SAR Service...
Die weltweit verteilten Elemente sind zum groĂen Teil auf europäischem Territorium installiert, es werden in groĂem Umfang die FranzĂśsischen Ăberseegebiete genutzt, aber auch Stationen auf norwegischem Hoheitsgebiet (obwohl Norwegen kein EU-Mitglied ist). Stationen, die ursprĂźnglich auf UK-Territorium aufgebaut wurden (Ascension, Falklandinseln) wurden inzwischen im Zuge des Brexit entfernt.
Finanzierung und Kosten
Anfangs war geplant, das Projekt ßber eine Üffentlich-private Partnerschaft (PPP) zu finanzieren. Im Jahr 2007 zerbrach die PPP.cite-ref-27[27] Die Finanzierung von Galileo wurde am 24. November 2007 geklärt. Das Geld soll hauptsächlich aus den Einsparungen im EU-Agrarsektor kommen.cite-ref-28[28]
Bis 2007 wurden 1,5 Mrd. Euro in die Entwicklung investiert. FĂźr den Endausbau bis 2013 waren ursprĂźnglich 3,4 Mrd. Euro aus dem EU-Haushalt geplant.cite-ref-29[29] Laut der HalbzeitĂźberprĂźfung der EU-Kommission im Januar 2011 werden die Kosten mit vermutlich 5,3 Mrd. Euro bis 2020 deutlich hĂśher sein.cite-ref-halbzeit-berpr-fung-30-0[30]
FĂźr den Zeitraum 2014â2020 stellte die Europäische Union Mittel in HĂśhe von insgesamt 7,072 Mrd. Euro fĂźr die Programme Galileo und EGNOS bereit. Dieser Finanzrahmen deckte die Programmverwaltung, die Errichtung und den Betrieb von Galileo, den Betrieb von EGNOS und die mit diesen Tätigkeiten verbundenen Risiken ab. Bis Ende 2016 waren die Programme Galileo und EGNOS auf dem besten Weg, die durch die GNSS-Verordnung fĂźr den Zeitraum 2014â2020 gesteckten Budgetgrenzen einzuhalten.cite-ref-31[31]
Projektphasen
Erste und zweite Phase: Planung
Die erste Projektphase zur Definition der Aufgaben finanzierte die ESA mit circa 100 Mio. Euro. Die Planungs- und Definitionsphase schloss mit dem Start und der Inbetriebnahme zweier Testsatelliten und der zugehÜrigen Bodenstationen im Januar 2006 ab. Der Test der Sendefrequenzen musste vor dem 10. Juni 2006 erfolgen, weil sonst die Reservierung fßr die Galileo-Frequenzbänder bei der Internationalen Fernmeldeunion (ITU) verfallen wäre. Mit der Entwicklung, dem Start und Test von vier Galileo-Satelliten (In Orbit Validation, IOV) endete die zweite Phase 2011. Anfang 2003 vereinbarten die Raumfahrtagenturen Europas und Russlands, die GLONASS-Satelliten zum Test ausgewählter Teile des Galileo-Systems zu nutzen. Hierbei soll auch die Kompatibilität beider Systeme geprßft werden. Die Kosten der zweiten Phase (Entwicklungsphase) von voraussichtlich 1,5 Mrd. Euro tragen die Europäische Union und ESA gemeinsam.
Innerhalb der ESA Ăźbernahmen Deutschland, Italien, Frankreich und GroĂbritannien jeweils 17,5 %. Spanien trägt 10 % der Kosten. Belgien zahlte 26,5 Mio. Euro, der Rest wird unter den Ăźbrigen 15 ESA-Mitgliedsstaaten aufgeteilt. Die Ăźbrigen 750 Mio. Euro kommen aus dem Haushalt fĂźr transeuropäische Netze der Europäischen Union (TEN). An TEN ist Deutschland Ăźber seine EU-Beitragszahlungen mit zirka 25 % beteiligt und ist damit der grĂśĂte Geldgeber fĂźr das Projekt. Die Phase C/D umfasst den Betrieb von drei bis vier funktionstĂźchtigen Satelliten, dem Raumsegment, und der Boden-Betriebseinrichtungen, dem Bodensegment. Das Bodensegment besteht aus untereinander vernetzten Empfangs- und Sendestationen.
Das Deutsche Zentrum fĂźr Luft- und Raumfahrt (DLR) mit Standort in Neustrelitz und seinen Einrichtungen des Fernerkundungsdatenzentrums sowie des Instituts fĂźr Kommunikation und Navigation war maĂgeblich an der Entwicklung und dem Betrieb des Galileo-Vorläufersystems beteiligt.cite-ref-32[32]
Der erste Testsatellit GIOVE-A1 (Galileo In-Orbit Validation Element) wurde am 28. Dezember 2005 um 05:19 UTC vom Raumfahrtzentrum in Baikonur (Kasachstan) gestartet und nahm in 23.222 km HĂśhe seinen planmäĂigen Betrieb auf. Das erste Navigationssignal Ăźbertrug GIOVE-A zu Testzwecken am 2. Mai 2007.cite-ref-33[33] GIOVE-B, der zweite Testsatellit, wurde am 26. April 2008 um 22:16 UTC ebenfalls vom Kosmodrom Baikonur gestartet. Als neue Nutzlast verfĂźgt er Ăźber Laser-Retroreflektoren fĂźr die exakte Bahnvermessung und eine hochgenaue passive Wasserstoff-Maser-Atomuhr.cite-ref-34[34] Anfängliche Probleme von GIOVE-B bei der Ausrichtung auf die Sonne wegen eines Softwareproblems konnten schnell behoben werden.cite-ref-35[35] Am 7. Mai 2008 sendete er die ersten hochgenauen Navigationssignale.cite-ref-36[36]
Im Februar 2011 begann die erste groĂe Testphase. Der damalige deutsche Bundesverkehrsminister Peter Ramsauer (CSU) nahm in Berchtesgaden die erste europäische Testregion in Betrieb. Das Projekt GATE ermĂśglicht den Test von Galileo-Empfängern. Es betreibt im Raum Berchtesgaden terrestrische Funkanlagen, die Signale aussenden, wie sie später von Galileo erwartet werden. Entwickler fĂźhrten ab da Praxistests unter realen Einsatz- und Umgebungsbedingungen durch.
Testsatelliten
GIOVE-A1 â erster Testsatellit
Bezeichnung: GIOVE-A (italienisch fĂźr Jupiter bzw. Galileo In-Orbit Validation Element); Bezeichnung vor dem Start: GSTB-v2 A (Galileo System Test Bed) Nutzlast: Signalgenerator, Rubidium-Atomuhr, Strahlungsmonitor, Navigationsempfänger Hersteller: Surrey Satellite Technology Startmasse: 600 kg Leistung: 700 W GrĂśĂe: 1,3 m Ă 1,8 m Ă 1,65 m Start: 28. Dezember 2005, 5:19 UTC AuĂerbetriebnahme: 3. Juli 2012 (s. aber unten) ID: COSPAR/WWAS Int Id: 2005-051A ID: USStratCom Cat #: 28922 Träger: Sojus-FG/Fregat Betriebsdauer: 87 Monate (geplant 27 Monate)
GIOVE-B â zweiter Testsatellitcite-ref-37[37]
Bezeichnung: GIOVE-B; bisherige Bezeichnung: GSTB-v2 B Nutzlast: Signalgenerator, Rubidium-Atomuhr, Strahlungsmonitor, zwei passive Wasserstoff-Maser-Atomuhren, Laser-Retroreflektor Hersteller: Galileo Industries Konsortium Startmasse: 523 kg Leistung: 943 W GrĂśĂe: 0,955 m Ă 0,955 m Ă 2,4 m Start: 26. April 2008, 22:16 UTC AuĂerbetriebnahme: 23. Juli 2012cite-ref-38[38] ID: COSPAR/WWAS Int Id: 2008-020A ID: USStratCom Cat #: 32781 Träger: Sojus-Fregat Lebensdauer: 5 Jahre
GIOVE-A2 â dritter Testsatellitcite-ref-39[39]
Hersteller: Surrey Satellite Technology Betriebsdauer: 27 Monate Wert: 25â30 Mio. Euro
Konstruktionsgleich zu GIOVE-A1, erweiterter Signalgenerator. Da der Start von GIOVE-B erfolgreich war, ist GIOVE-A2 gestrichen worden.cite-ref-40[40]
GIOVE-A1 diente nach seiner AuĂerbetriebnahme noch zur Demonstration der Navigation in hohen Umlaufbahnen. Dabei wurde der experimentelle GPS-Empfänger an Bord erstmals in Betrieb genommen und eine Positionsbestimmung in 23.300 km HĂśhe vorgenommen.cite-ref-41[41]
Test-Bodenstationen
Bezeichnung: GSTB-V1 â Sensor Stations Network Anzahl: 30
Dritte Phase: Errichtung
In der dritten Phase, der Errichtungsphase, wird das System fertiggestellt.
Teilaufbau
In einem ersten Schritt, der In Orbit Validation (IOV), wurde ein erstes Teilsystem aus vier Satelliten und den Bodensegmenten Ground Mission Segment (GMS) sowie Ground Control Segment (GCS) errichtet.
Die ersten beiden Satelliten wurden am 21. Oktober 2011 mit dem ersten Start einer Sojus-ST-Rakete vom europäischen Weltraumzentrum in FranzĂśsisch-Guayana unter der COSPAR-Bezeichnung 2011-â060A und B ins All gebracht.cite-ref-42[42] Dies war gleichzeitig der erste Start einer russischen Trägerrakete von einem Weltraumbahnhof der ESA. Die anderen zwei IOV-Satelliten wurden am 12. Oktober 2012 â wiederum mit einer Sojus-Rakete â von Kourou aus gestartet.cite-ref-43[43]
Im März 2013 meldete die ESA, dass mit diesen vier Satelliten erstmals eine Positionsbestimmung unabhängig und allein mit dem europäischen System festgestellt werden konnte.cite-ref-44[44]
Die Herstellung der vollen Systemkonfiguration Full Operational Configuration (FOC) ist in sechs Arbeitspakete (Workpackage WP1 bis WP6) gegliedert. Verträge fßr WP1: System Support (Systemunterstßtzung), WP4: Satelliten (zunächst 18) und WP5: Satellitenstarts wurden im Januar 2010 unterschrieben. WP6: Betrieb folgte am 25. Oktober 2010cite-ref-45[45]. Auf der Pariser Luftfahrtschau 2011 wurden seitens der EU-Kommission die Verträge fßr WP2: Ground Mission Segment und WP3: Ground Control Segment abgeschlossen.cite-ref-46[46]
Am 20. November 2013 genehmigte das Europäische Parlament fĂźr den Zeitraum 2014â2020 die weitere Finanzierung von Galileo und EGNOS in HĂśhe von 7 Mrd. Euro.cite-ref-47[47]
Der erste Start zweier FOC Satelliten erfolgte am 22. August 2014. Die Abfolge der Starts ist aus der Liste der Galileo-Satelliten ersichtlich.
Pilotbetrieb
Im Juli 2019 kam es zu einem einwĂśchigen Totalausfall des Systems.cite-ref-49[49]cite-ref-systemstatus-50-0[50]cite-ref-51[51]cite-ref-52[52] AuslĂśser war eine Fehlfunktion in der Precise Time Facility (PTF) im Kontrollzentrum Fucino, welche die Zeitinformation fĂźr die Galileo-Satelliten bereitstellt. Zwar ist eine redundante PTF im Kontrollzentrum Oberpfaffenhofen vorhanden, jedoch war diese wegen einer laufenden Softwareaktualisierung nicht einsatzbereit. Nach Informationen des Satellitennavigations-Nachrichtendienstes Inside GNSS hatten die PTF bereits in frĂźheren Jahren zwei StĂśrungen verursacht.cite-ref-53[53]cite-ref-54[54]
Fertigstellung
Die Komplettierung der FOC-Konstellation war ursprßnglich fßr das Jahr 2021 geplant. Aktuell ist die Fertigstellung der FOC-Konstellation fßr das Jahr 2026 vorgesehen, nachdem die noch ausstehenden sechs Satelliten GSAT0228 bis GSAT0231 und GSAT0233 bis GSAT0234 in Betrieb genommen werden.cite-ref-55[55] Geplant ist, diese Satelliten mit einer Ariane 6-Rakete zu starten. Alternativ ist eine erneute Nutzung der Falcon-Trägerraketen von SpaceX denkbar. Dies war bereits fßr zwei Starts nÜtig, da die Produktion der Ariane-Rakete mehrmals verschoben werden musste.cite-ref-56[56]
Vierte Phase: Betrieb
Neue Software 2022
Die im Dezember 2021 gestarteten Satelliten 27 und 28 strahlen ein verbessertes Signal aus, das eine erste Positionsbestimmung nach 16 Sekunden erlaubt, robuster in Häuserschluchten agiert und weniger Prozessorlast in den Empfängern beansprucht. Nach ausgiebigen Tests mit einer Vielzahl von Empfängern wurde diese Software ab Oktober 2022 in alle anderen Satelliten hochgeladen.cite-ref-57[57]
Satelliten
Die EU-Kommission bestellte am 7. Januar 2010 beim deutschen Raumfahrtkonzern OHB Technology, Bremen, die nächsten 14 Satelliten fßr das Galileo-System fßr zusammen rund 566 Mio. Euro.cite-ref-58[58]
⢠Am 21. Oktober 2011 wurden die ersten beiden von EADS-Astrium in Ottobrunn gebauten Satelliten, IOV-1 und -2, erfolgreich in ihrer Umlaufbahn in 23.222 km HÜhe ausgesetzt. Es war der erste Start einer russischen Sojus-Rakete von der ELS-Startrampe bei Kourou.cite-ref-59[59]
⢠Beim Start vom 22. August 2014 wurden die beiden ersten FOC-Satelliten (full operational capability) in einem erheblich zu niedrigen Orbit mit hoher Exzentrizität und zu niedriger Inklination (Bahnneigung) ausgesetzt (Perigäum (Erdnähe) 13.700 statt 23.522 km, Apogäum (Erdferne) 25.900 statt 23.522 km, Inklination 49,7° statt 55,040°). Erste Analysen deuten auf einen falschen Schubvektor der Fregat-Oberstufe bei der ApogäumszĂźndung hin.cite-ref-61[61]cite-ref-62[62]cite-ref-63[63] Ursache fĂźr den falschen Schub war eine eingefrorene Hydrazinleitung, die auf Grund eines Montagefehlers direkt an einer tiefgekĂźhlten Heliumleitung befestigt war und durch das Flugprofil zum Tragen kam.cite-ref-64[64] Bei einer ĂberprĂźfung beim Hersteller Lawotschkin zeigte sich der Fehler bei einer von vier montierten Fregat-Oberstufen.cite-ref-65[65] Sowohl die Inklination als auch die derzeitige Umlaufzeit von 11,7 Stunden sind inkompatibel zur projektierten Satellitenkonstellation. Die VerĂśffentlichung erster Ergebnisse der berufenen Untersuchungskommission wurde nach anfänglicher Terminierung auf den 8. September zu Gunsten von Erfolgsmeldungen zurĂźckgestellt und auf Ende September verschoben.cite-ref-66[66]cite-ref-67[67] Die Satelliten befinden sich nach Entfaltung der Solarpanele unter vollständiger Kontrolle des ESA-CNES-Teams. Andere ESA-Teams erĂśrtern die MĂśglichkeiten, die Satelliten unter der nicht-planmäĂigen Umlaufbahnen maximal zu nutzen.cite-ref-68[68] Da sie hochpräzise Atomuhren an Bord haben, sollen sie zu Messstationen umfunktioniert werden und Einsteins Relativitätstheorie mit bisher unerreichter Genauigkeit testen. Es soll geprĂźft werden, ob diese Uhren in weiter entfernten Bereichen des irdischen Schwerefeldes tatsächlich schneller gehen. Durch ihre ungewollt elliptische Bahn ändern die Satelliten ihren Abstand zur Erde zweimal täglich um etwa 8500 Kilometer, wobei sich ihre Position mit Lasern auf wenige Zentimeter genau bestimmen lässt. Dadurch lässt sich feststellen, wie das Gangtempo der Uhren von der Distanz zur Erdoberfläche abhängt.cite-ref-69[69] Am 27./28. September 2014 wurden die Satelliten vom ESOC an das Galileo Control Center Ăźbergeben.cite-ref-70[70] Durch elf NavigationsmanĂśver innerhalb 17 Tagen war es mĂśglich, das Perigäum von Galileo 5 auf etwa 17.235 km anzuheben, am 29. November 2014 konnten erste Navigationssignale empfangen werden.cite-ref-71[71] Bei Galileo 6 gelang dies zum 15. März 2015 nach 14 ManĂśvern in einer ähnlichen Mission.cite-ref-72[72] Am 30. November 2020 wurde die Nutzung der Satellitensignale von GSAT0201 und GSAT0202 durch Aufheben der 'unhealthy' flags fĂźr Navigationszwecke offiziell freigegeben. Nachdem sich während einer Evaluierungsphase jedoch herausstellte, dass bestimmte Empfänger technische Probleme mit der Auswertung der Signale dieser Satelliten aufwiesen, wurde am 16. Februar 2021 von der ESA bekannt gegeben, dass die Signale der beiden problematischen Satelliten wieder vorläufig deaktiviert wurden â ihr Datenstrom wird als 'unhealthy' â nicht verwenden â markiert.cite-ref-73[73]
⢠Am 18. Januar 2017 wurde von der ESA der Ausfall von insgesamt neun der Atomuhren an Bord mehrerer Galileo-Satelliten bekannt gegeben. Es waren zu dieser Zeit sechs Wasserstoff-Maser-Uhren und drei Rubidium-Atomuhren ausgefallen.cite-ref-74[74]cite-ref-75[75] Die ESA teilte mit, dass das Phänomen untersucht wird. Da jeder Galileosatellit Ăźber 4 Uhren verfĂźgt und einer der betroffenen Satelliten auĂer Betrieb ist, gibt es keine Einschränkung der Navigationsdienste.cite-ref-76[76] Eine zehnte ausgefallene Atomuhr konnte neu gestartet werden. Die Funktion des Galileo-Navigationssatellitennetzes ist hierdurch nicht beeinträchtigt.cite-ref-77[77] Der Grund fĂźr die Ausfälle sollen die Bedingungen im Weltall sein, denen in der Zukunft durch Veränderung der Betriebsspannung und -temperatur entgegengewirkt wird.cite-ref-78[78]
Hersteller: EADS Astrium Startmasse: 640 kg Leistung: ca. 1,4 kW GrĂśĂe: 3,02 m Ă 1,58 m Ă 1,59 m Starttermin: 21. Oktober 2011 (IOV 1,2), 12. Oktober 2012 (IOV 3,4) Träger: Sojus-Fregat Lebensdauer: mehr als 12 Jahre Spannweite Solarpanels: 14,5 m
⢠Galileo 1â22 Satelliten
Hersteller: OHB System AG, Nutzlast: Surrey Satellite Technologycite-ref-81[81] Startmasse: 680 kg Leistung: 1,5 kW (nach 12 Jahren) GrĂśĂe: 2,7 m Ă 1,2 m Ă 1,1 m Starttermin: August 2014 bis Juli 2018 Träger: Sojus-Fregat, Ariane 5 Lebensdauer: mehr als 12 Jahre Spannweite Solarpanels: 14,8 m
Jeder Satellit wird nach einem Kind benannt, das den Galileo Malwettbewerb der Europäischen Kommission gewann, wobei aus jedem Mitgliedsland ein Gewinner ermittelt wurde.cite-ref-drawing-competition-82-0[82]
Siehe auch: Liste der Galileo-Satelliten
Zweite Generation
Der Start der zweiten Generation der Galileo-Satelliten war fßr das Jahr 2024 mit der Trägerrakete Ariane 6 geplant. Aufgrund der anfänglichen technischen Probleme der Ariane 6 verzÜgerten sich die Termine. Zuvor mßssen jedoch noch die restlichen Satelliten der ersten Generation starten.
Die Satelliten der zweiten Generation sollen einen elektrischen Antrieb erhalten, um nach Aussetzen eigenständig die endgĂźltige Betriebsumlaufbahn erreichen zu kĂśnnen. Somit kĂśnnen trotz der hĂśheren Masse von insgesamt 2,3 Tonnen dennoch zwei Satelliten gleichzeitig gestartet werden. Die erwartete Lebensdauer beträgt 15 Jahre. Datenverbindungen zwischen den Satelliten sollen einen Abgleich untereinander ermĂśglichen, um die Abhängigkeit von Bodenstationen zu verringern. AuĂerdem erhalten die Satelliten eine leistungsfähigere Navigationsantenne, präzisere Atomuhren sowie Schutzmechanismen gegen StĂśrsignale und Spoofing, um die Galileo-Signale zu schĂźtzen. Zudem sollen sie in der Umlaufbahn umkonfigurierbar werden, um sie auch später noch mit neuen Diensten oder Signaländerungen ausstatten zu kĂśnnen.
Die Satelliten der zweiten Generation sollen sich schrittweise in die bestehende Konstellation einfĂźgen. Die ersten sechs StĂźck werden von Airbus Defence and Space in Friedrichshafen und Thales Alenia Space in Cannes gebaut und haben einen Auftragswert von 1,47 Mrd. Euro.cite-ref-83[83]cite-ref-84[84]
Aufsichtsorganisationen und Betreiber
IOV-Phase
Am 25. Mai 2003 grĂźndeten die EU und ESA das gemeinsame Unternehmen Galileo Joint Undertaking (GJU). Es koordinierte in der IOV-Phase (IOV: In-Orbit Validation; ĂberprĂźfung in der Umlaufbahn) die Entwicklung des Galileo-Systems. Dazu gehĂśren die ersten beiden Testsatelliten GSTB-V2 (GIOVE-A und -B), die Inbetriebnahme der ersten vier Satelliten der Konstellation in der IOV-Phase.
Das GJU sollte den Konzessionär fßr die Aufbau- und Betriebsphase von Galileo in einem offenen, mehrstufigen Ausschreibungsverfahren fßr die Dauer von 20 Jahren auswählen. Als Ergebnis des Ausschreibungsverfahrens schlug es die Zusammenarbeit der konkurrierenden Konsortien Eurely und iNavSat vor. Das Konzessionskonsortium Anfang 2007 umfasste folgende Unternehmen:
1. AENA (Üffentliche spanische Einrichtung, die u. a. fßr Flugsicherung und Flughafenmanagement zuständig ist)
2. Alcatel
3. EADS Astrium
4. Leonardo
5. Hispasat
6. Inmarsat
7. Thales
8. TeleOp
9. sowie dutzende weiterer assoziierter Unternehmen.
Zum Ende des Jahres 2006 wurde die Liquidation der GJU eingeleitet. Ihr Ziel, einen Konzessionär fßr Galileo auszuwählen, hat sie nicht erreicht. Die Agentur fßr das Europäische GNSS (GSA) der Europäischen Kommission ßbernahm zum 1. Januar 2007 die Aufgaben des GJU. An ihr ist die ESA unmittelbar nicht mehr beteiligt.
FOC-Phase
Nach der Einigung im Rat fĂźr Wirtschaft und Finanzen der EU Ăźber die Finanzierung von Galileo in der FOC-Phase (FOC: Full Operational Configuration; volle Systemkonfiguration) bleibt die GSA im Auftrag der EU hauptverantwortlich fĂźr das Galileosystem. Sie beauftragt die Galileo Service Operating Company (GSOP) mit dem Betrieb des Systems. Die ESA wird hingegen fĂźr die Weiterentwicklung des Systems beauftragt. Diese Struktur soll auch Ăźber das Ende der FOC-Phase hinaus beibehalten werden.
Verantwortlicher Betreiber Spaceopal
Hauptverantwortlich fĂźr den Galileo-Betrieb ist seit 2010 die Spaceopal GmbH in MĂźnchen. Es handelt sich um ein Gemeinschaftsunternehmen der DLR Gesellschaft fĂźr Raumfahrtanwendungen in MĂźnchen und dem italienischen Raumfahrtunternehmen Telespazio mit Sitz in Rom, welches wiederum ein Joint Venture der italienischen Leonardo S.p.A. und der franzĂśsischen Thales Group ist. Spaceopal hat Galileo-Kontrollzentren in Oberpfaffenhofen und im Raumfahrtzentrum Fucino bei Avezzano, Italien.cite-ref-85[85]
Dienste
Galileo bietet die folgenden Dienste:
| Name | Abk. | Deutsche Ăbersetzung | Beschreibung | Frequenz- bereiche |
|---|---|---|---|---|
| Open Service | OS | Offener Dienst | Steht in Konkurrenz oder als Ergänzung zu anderen Systemen wie NAVSTAR oder GLONASS. Er ist frei und kostenlos empfangbar. LizenzgebĂźhren fĂźr die Herstellung von Empfängern werden nicht erhoben [ 86 ] . Der Offene Dienst ermĂśglicht die Ermittlung der eigenen Position auf wenige Meter genau. Zudem liefert er die Uhrzeit entsprechend einer Atomuhr (besser als 10 â13 ). Auch kann dadurch die Geschwindigkeit, mit der sich der Empfänger (z. B. in einem Kfz) fortbewegt, errechnet werden. Er stellt zwei Sendefrequenzen zur VerfĂźgung. Damit kĂśnnen Zweifrequenzempfänger die Abhängigkeit der Signallaufzeiten von Inhomogenitäten der Ionosphäre berĂźcksichtigen und die Position auf ca. 4 Meter genau bestimmen. Auch GPS benutzt aus diesem Grund zwei Sendefrequenzen (1227,60 MHz und 1575,42 MHz). Die grĂśĂere Anzahl der Satelliten, 27 gegenĂźber 24 bei GPS, soll die Empfangsabdeckung in Städten von 50 % auf 95 % steigern. Eine Kombination mit anderen SatellitenÂsystemen ( NAVSTAR , GLONASS ) erlaubt eine deutlich bessere Abdeckung von jederzeit 15 Satelliten. Die ständige VerfĂźgbarkeit des Dienstes wird nicht garantiert. | 1164â1214 MHz 1563â1591 MHz |
| High Accuracy Service ehemals: Commercial Service CS | HAS | Hochgenauer Dienst | Ergänzung zum offenen Dienst; unverschlĂźsselt und frei empfangbar, allerdings mit Option zur späteren eventuellen VerschlĂźsselung. Stellt zusätzliche Sendefrequenzen und damit hĂśhere Ăbertragungsraten von 448 bit/s zur VerfĂźgung. So sind beispielsweise Korrekturdaten zur Steigerung der Positionsgenauigkeit um ein bis zwei GrĂśĂenordnungen empfangbar. Auch sind Garantien zur ständigen VerfĂźgbarkeit dieses Dienstes geplant. Optimierung der Anwendung in Industrien wie dem Bergbau, im Vermessungswesen und in der Kartografie. | 1164â1214 MHz 1260â1300 MHz 1563â1591 MHz |
| Public Regulated Service | PRS | Ăffentlich regulierter Dienst oder Staatlicher Dienst | Steht nur Nutzern zur VerfĂźgung, die von einer speziellen BehĂśrde dazu zugelassen sind, z. B. Streitkräfte , Polizei , KĂźstenwache oder Nachrichtendienste , aber auch Betreibern privater kritischer Infrastruktur ( BOS und KRITIS ). Als Dual-Use -Dienst steht er auch fĂźr militärische Anwendungen zur VerfĂźgung. Das sehr stark verschlĂźsselte Signal ist weitgehend gegen StĂśrungen und Verfälschungen gesichert und zeichnet sich durch hohe Genauigkeit und Zuverlässigkeit aus. | 1260â1300 MHz 1563â1591 MHz |
| Search And Rescue | SAR | Such- und Rettungsdienst | Ergänzt das COSPAS-SARSAT -System um eine Komponente im Medium Earth Orbit ( MEOSAR ) und erlaubt eine deutliche Verbesserung der schnellen und weltweiten Ortung von Notsendern von Schiffen oder Flugzeugen. Seit Januar 2020 ist dadurch erstmals eine RĂźckantwort von der Rettungsstelle an den Notrufsender mĂśglich. [ 87 ] | MEOSAR-Uplink: 406,0â406,1 MHz |
Signal
Galileo benutzt gemeinsam mit GPS das Frequenzband L1 bei 1575,42 MHz und L5 bei 1176,45 MHz. Das Band L2 bei 1227,6 MHz steht GPS allein zur VerfĂźgung, fĂźr Galileo ist es das Band E6 bei 1278,75 MHz. Das Spektrum zeigt das erste Testsignal von GIOVE-A, das eine Hochgewinn-Antenne im Januar 2006 empfangen hat.
Galileo-Satelliten senden mit 50 Watt. Die Sendeleistung ist so gering, dass ein Navigationsempfänger in 20.000 km Entfernung mit einer einfachen Stabantenne fast nur Rauschen von gleichzeitig mindestens vier Satelliten empfängt. Deren Signale sind dopplerverschoben. AuĂerdem empfängt er Signale von GPS-Satelliten auf den gleichen Frequenzen. Die RĂźckgewinnung der Navigationsdaten gelingt, weil jeder Satellit z. B. auf der L1-Frequenz ein charakteristisches Pseudorauschsignal, den Spreizcode mit 1 MHz Bandbreite, sendet, das mit einer Bitrate von 50 bit/s moduliert ist. Durch Korrelation mit dem Pseudorauschsignal filtern Empfänger die Signale der einzelnen Satelliten wieder heraus. Die Tabelle listet die Frequenzbänder, Frequenzen und Modulationsverfahren auf, die Galileo verwendet. Die beiden Spitzen des L1-Signals sind im Spektrum beschriftet, genauso die Seitenmaxima der Frequenzen E1 und E2. Die blauen Pfeile markieren die Lage der GPS-Signale im L1-Band. Dank der unterschiedlichen Modulation (BOC, BPSK) ist das Ăbersprechen der Signale gering.
Dienste und Frequenzen
| Band | Frequenzname | Modulation | Mittenfrequenz/Maxima (1) [MHz] | Frequenzbreite | Einsatz |
|---|---|---|---|---|---|
| L1 | | | 1575,42 [ 88 ] | | |
| | L1B, L1C | BOC (1,1) | Âą1,023 | 1 | OS, HAS |
| | E1, E2 | BOC(15,2.5) | Âą15,345 | 2,5 | PRS |
| L5 | | | 1191,795 | | |
| | E5a, E5b | altBOC(15,10) | Âą15,345 | 10 | OS, HAS |
| E6 | | | 1278,75 | | |
| | E6b | BPSK(5) | 0 | 5 | HAS |
| | E6a | BOC(10,5) | 10,23 | 5 | PRS |
(1) Mittenfrequenz des Frequenzbandes, Lage der Maxima bezogen auf Mittenfrequenz (in MHz)
GPS zum Vergleich
| Band | Codierung | Modulation | Mittenfrequenz/Maxima (1) [MHz] | Frequenzbreite | Einsatz |
|---|---|---|---|---|---|
| L1 | C/A | BPSK(1) | 1575,42 | | civil |
| | P(y) | BPSK(10) | | | military (encrypted) |
| | M-Code | BOC(10,5) | | | new military |
| L2 | C/A | BPSK(1) | 1227,60 | | new civil |
| | P(y) | BPSK(10) | | | military (encrypted) |
| | M-Code | BOC(10,5) | | | new military |
| L5 | | BPSK(10) | 1176,45 | | very new civil |
(1) Mittenfrequenz des Frequenzbandes, Lage der Maxima bezogen auf Mittenfrequenz (in MHz)
Empfänger
Ăltere GNSS-Empfänger kĂśnnen nur GPS und GLONASS empfangen, da Galileo wegen seiner komplexeren Signalform zwar eine genauere Positionsbestimmung ermĂśglicht, dadurch aber nicht direkt kompatibel ist. Die meisten modernen Empfänger sind jedoch Galileo-fähig. Eine Liste von Geräten, Diensten und Anwendungen, die Galileo unterstĂźtzen, wird von der GSA gefĂźhrt.cite-ref-89[89]
Das Open-Source-Projekt GNSS-SDR stellt eine Software zur VerfĂźgung, mit der Galileo-Signale dekodiert werden kĂśnnen, die zuvor mit einem Software Defined Radio aufgezeichnet wurden. Im November 2013 konnte damit aus vier Satellitensignalen eine Position mit einem Streukreisradius von 1,9 Metern errechnet werden.cite-ref-90[90]
Andere Navigationssysteme
Leistungsvergleich
Galileo konkurriert mit anderen Navigationssystemen. Das US-amerikanische GPS gilt dabei als Referenzsystem. Im Verhältnis zu GPS senden die Galileo-Satelliten ein wesentlich stärkeres Signal und das auf drei verschiedenen Frequenzbändern. Die Korrektursignale von EGNOS, einem Netz von Bodenstationen, ermÜglichen eine Reihe von hochgenauen Anwendungen. Qualitätssprßnge sind durch die Kombination der unterschiedlichen Informationsquellen verschiedener Systeme (GPS, GLONASS, Beidou, Galileo etc.) mÜglich. Das erste Smartphone, das Galileo unterstßtzte, war das BQ Aquaris X5+, das im August 2016 in den Handel kam. Der Dienst wurde jedoch erst im Dezember 2016 freigeschaltet.cite-ref-91[91]cite-ref-92[92]
NAVSTAR (USA)
Hauptartikel: Global Positioning System
Nach jahrelangen Verhandlungen unterzeichneten am 26. Juni 2004 während des USA-EU-Gipfels in Newmarket-on-Fergus (Irland) der damalige US-AuĂenminister Colin Powell und der damalige Vorsitzende der EU-AuĂenminister Brian Cowen einen Vertrag Ăźber die Gleichberechtigung der Satellitennavigationssysteme GPS, GLONASS und Galileo. Darin wird vereinbart, dass Galileo zu GPS III kompatibel sein wird.cite-ref-93[93] Dies hat den Vorteil, dass durch die Kombination der GPS- und Galileo-Signale eine deutlich verbesserte Abdeckung, mit einer VerfĂźgbarkeit von jederzeit 15 Satelliten, erreicht werden sollte. Nach Abschluss des Aufbaus von Galileo werden durch die KombinationsmĂśglichkeit beider Systeme insgesamt etwa 60 Navigationssatelliten zur VerfĂźgung stehen. Bereits heute gibt es GPS-Empfänger (mit U-blox5- oder AsteRx-Chipsatz), die nach einer Aktualisierung der Firmware auch fĂźr Galileo genutzt werden kĂśnnen.
Voraussetzung fĂźr den Abschluss des Vertrages war, dass die EU auf die mit einer stärkeren Bandspreizung ausgestattete Kanalkodierung BOC (1, 5) (Binary Offset Carrier) verzichtet und stattdessen auch die fĂźr die zukĂźnftigen GPS-Satelliten vorgesehene BOC(1, 1) verwendet. Durch BOC(1, 1) und die deutlich geringere Frequenzspreizung im Gegensatz zu BOC(1, 5) wird sichergestellt, dass es bei einer breitbandigen StĂśrung des Galileo-Signals im AusmaĂ der zivilen Bandbreite nicht gleichzeitig zu einer StĂśrung des um rund Faktor 10 stärker bandgespreizten militärischen Signals von GPS kommt. Denn es werden fĂźr die zivile als auch militärische Nutzung vorgesehenen Codefolgen (Unterscheidung mittels Codemultiplex) die gleichen HF-Mittenträgerfrequenzen verwendet â die Unterscheidung erfolgt nur durch unterschiedliche Codierungsverfahren. Die dadurch bedingte spektrale Ăberdeckung zwischen BOC(1, 1) und dem militärischen GPS P/Y-Code bzw. M-Code beträgt nur rund 8 %, während BOC(1, 5) zu einer Ăźber 50 % spektralen Ăberdeckung gefĂźhrt hätte. Rund 50 % Decoderverlust sind allerdings fĂźr den sicheren Empfang des militärisch genutzten breitbandigen GPS-Codes mit zu vielen Empfangsfehlern verbunden, während bei StĂśrungen des schmalbandigen zivilen Navigationssignals ein Ausfall von nur rund 10 % im militärischen Code unter anderem durch Fehlerkorrekturverfahren kompensiert werden kann.
Diese Anpassung in der Kanalcodierung von Galileo ermÜglicht es, neben dem C/A-Code des GPS auch das zivile Galileo-Navigationssignal bei Bedarf in lokal begrenzten Gebieten durch spezielle GPS-Jammer zu stÜren, ohne dass dabei gleichzeitig das militärisch genutzte breitbandige GPS-Signal wesentlich beeinträchtigt wird. Allerdings widerspricht das der ursprßnglichen Idee von Galileo, anders als das GPS fßr sicherheitskritische Anwendungen ein jam-sicheres Signal zur Verfßgung zu stellen. Kritiker monieren, die USA hätten aus militärischen, aber auch wirtschaftlichen Grßnden Druck ausgeßbt, um das Galileosignal stÜrbar zu machen.
Auf die erzielbare Positionsgenauigkeit hat die Verwendung von BOC(1, 1) bei Galileo keinen Einfluss.
Analog zum NAVSTAR-GPS-System bietet Galileo einen vÜllig frei nutzbaren Dienst an. Bei NAVSTAR-GPS wurde das frei empfangbare Signal bis zum 2. Mai 2000 allerdings absichtlich verschlechtert (Selective Availability). Zusätzlich zum frei verfßgbaren Dienst ist fßr Galileo ein kommerzieller Dienst geplant, der sich zurzeit in der Definition befindet. Dieser Dienst, der zusätzliche Genauigkeit und Sicherheit ermÜglicht, kann auf lizenzierte Benutzer beschränkt werden, die auch ein Bezahlmodell ermÜglichen. Darßber ist jedoch noch keine endgßltige Entscheidung gefällt.
Der militärische GPS-Dienst ist ebenso wie der behÜrdliche Dienst von Galileo auf ausgewählte Benutzer beschränkt.
GLONASS (Russland)
Beidou/Compass (China)
Hauptartikel: Beidou (Satellitennavigation)
Seit 2007 bringt China Satelliten fĂźr das Navigationssystem Beidou ins All. Beidou steht wegen der Nutzung der gleichen Frequenzen in direkter Konkurrenz zu Galileo.cite-ref-97[97] Strittig sind die Frequenzen, die ausschlieĂlich staatlichen Sicherheits- und Rettungsdiensten zur VerfĂźgung stehen. Zwar wurde in einem Test gezeigt, dass diese sich nicht stĂśren, aber es besteht die MĂśglichkeit, das andere System absichtlich zu stĂśren.cite-ref-98[98]
StĂśrsender
GPS-Jammer (engl. jammer: StĂśrsender) werden, ähnlich wie beim GPS, wohl auch zum StĂśren der Galileo-Signale eingesetzt. Diese Ăźberlagern auf gleicher Frequenz die Signale der Satelliten. Idealerweise werden dabei die gleichen Codefolgen, die fĂźr das Codemultiplexverfahren verwendet werden, mit einem ungĂźltigen Nutzdatenstrom Ăźbermittelt. Damit kann der Empfänger die eigentlichen Navigationsdaten vom Satelliten nicht mehr empfangen. Durch die StĂśrung des Codemultiplexverfahrens durch nachgebildete Codefolgen kann mit wesentlich geringerer Sendeleistung seitens des StĂśrsenders in den betreffenden Frequenzbereichen ein Ausfall der Ăbertragung erreicht werden als mit zu der Codefolge unkorreliertem Rauschen oder anderen unkorrelierten StĂśrsignalen.
Auch kÜnnen Varianten von StÜrsendern falsche Satellitenpositiondaten zur Verfälschung des empfangenen Satellitensignals aussenden. Diese werden in Anlehnung an GPS auch als GPS-Spoofer bezeichnet. Gßltige und plausible, aber falsche Satellitenpositiondaten zu erzeugen ist allerdings wesentlich aufwendiger als das einfache StÜren mittels GPS-Jammer, denn dies erfordert unter anderem eine genaue Zeitbasis am StÜrsender.
Galileo wird, zumindest in den kommerziellen Bereichen und im PRS, eine Authentifizierung zur Erkennung gefälschter Satellitenpositiondaten anbieten.
AbkĂźrzungen
Am Projekt Galileo sind Dutzende verschiedene Institutionen beteiligt. Dementsprechend gibt es viele Bezeichnungen fßr die Teilprojekte, Projektphasen, Geschäftsfelder und Infrastrukturen. Die wichtigsten Abkßrzungen sind:
⢠GCC (Galileo Control Center): Kontrollzentren des Galileo Systems
⢠GCS (Ground Control Segment): Teil des Bodensegments, das fßr den Betrieb der Satelliten zuständig ist
⢠GJU (Galileo Joint Undertaking): ESA/EU-Kontrollorgan zur Vorbereitung von Galileo (2003â2006), Nachfolger: GSA
⢠GSA (European Global Navigation Satellite Systems Agency): Galileo-KontrollbehÜrde, siehe Agentur fßr das Europäische GNSS
⢠GMS (Ground Mission Segment): Teil des Bodensegments, das fßr die Bahn und Zeitberechnung und die Bereitstellung der Inhalte der Navigationssignale zuständig ist
⢠GRC (Ground Receiver Chain): Empfänger fßr die Navigationssignale in den GSS, um daraus Korrektursignale abzuleiten
⢠GSS (Galileo Sensor Station): GMS Element: Referenz-Empfangsstationen fßr Navigationssignale, die ihre Messdaten (ßber Kabel oder VSAT per geostationäre Satelliten) an die GCC senden
⢠GSTB-v2 A + B (Galileo System Test Bed v2): zwei Testsatelliten zur Vorbereitung der Galileo-Frequenzbereiche
⢠GSTB-V1 (Galileo System Test Bed v1): Test-Infrastruktur fßr das Galileo-System
⢠IPF (Integrity Processing Facility): GMS Element zur Kontrolle der Galileo-Navigationsdatenintegrität (mit der Entfernung des SoL Service in FOC nicht weiter entwickelt)
⢠OSPF: Orbit and Synchronisation Processing Facility: GMS Element, das die Bahnparameter und die Uhrsynchronisationsparameter fßr die einzelnen Satellitennavigationssignale vorhersagt
⢠TTC (telemetry, tracking and command): Satellitenbahnverfolgung und Satellitensteuerung
⢠ULS (Up-Link Stations): GMS Element: Die Bodenstationen, die die Galileo-Satelliten mit aktuellen Navigationsdaten von der OSPF versorgen
Weitere AbkĂźrzungen fĂźr Elemente des Bodensegments:
⢠SCF: Satellite Control Facility (GCS)
⢠SPF: Service Products Facility: Schnittstelle des GMS zu externen Einrichtungen (GMS)
⢠MUCF: Mission Control & Uplink Control Facility: Zuständig fßr Missionsplanung, Monitoring der Galileo Dienste und Planung der ULS uplinks (GMS)
⢠MSF: Mission Support Facility: Zuständig fßr die Kalibrierung der Navigationsalgorithmen (GMS)
⢠MGF: Message Generation Facility: Element, das die Ausgaben der IPF und OSPF in die Navigationsnachrichten umwandelt, die ßber die ULS an die Satelliten gesendet werden (GMS)
⢠PTF: Precision Timing Facility: Element, das die Galileo-Systemzeitskala erzeugt (GMS)
⢠GACF: Ground Assets Control Facility: Technische Ăberwachung und Kontrolle der GMS Elemente, enthält auch das Archiv (GMS)
⢠KMF: Key Management Facility: Management des PRS Dienstes sowie interner Sicherheitsaufgaben (GMS)
Siehe auch
Literatur
⢠A Positioning System. Galileo â Strategic, Scientific, and Technical Stakes. AcadĂŠmie de Marine, Bureau des Longitudes, AcadĂŠmie Nationale de lâAir et de lâEspace, Toulouse 2005.
⢠François Barlier: Galileo. Un Enjeu StratĂŠgique, Scientifique et Technique. LâHarmattan, Paris 2008, ISBN 978-2-296-05139-3.
⢠Scott W. Beidleman: GPS versus Galileo. Balancing for Position in Space. In: Astropolitics, 3. Juli 2005, 2, ISSN 1477-7622, S. 117â161.
⢠Gustav LindstrĂśm, Giovanni Gasparini: The Galileo Satellite System and its Security Implications. In: European Union Institute for Security Studies â Occasional Paper, 44, ISSN 1608-5000, (PDF, 400 kB)
⢠RenĂŠ Oosterlinck: Tracking by Satellite: GALILEO. In: The Security Economy, Papers from a forum meeting held on December 8, 2003 in the Paris Headquarters of the OECD. OECD, Paris 2004, ISBN 92-64-10772-X, S. 77â90, (PDF, 1,4 MB).
⢠Jean-Marc PiÊplu, Olivier Salvatori: GPS et Galileo: Systèmes de navigation par satellites. Eyrolles, Paris 2006, ISBN 2-212-11947-X.
⢠Torben SchĂźler, Stefan Wallner, Bernd Eissfeller: Entwicklungsstand GALILEO mit einem Ausblick auf die Kombination mit GPS fĂźr die schnelle RTK-Positionierung. In: zfv â Zeitschrift fĂźr Geodäsie, Geoinformation und Landmanagement, Heft 6/2009 (134, 2009, 6), WiĂner-Verlag, Augsburg 2009, ISSN 1618-8950, S. 363â371.
⢠Bernhard Hofmann-Wellenhof: Kommt Galileo zu spät? In: zfv â Zeitschrift fĂźr Geodäsie, Geoinformation und Landmanagement, Heft 4/2013 (138, 2013, 4), WiĂner-Verlag, Augsburg 2013, ISSN 1618-8950, S. 241â248.
⢠Seidler, C. (2015) Europäisches Navigationssystem: Was wurde aus ⌠Galileo? Spiegel Online, 10. September 2015
⢠Franziska Konitzer: Galileo, wo bin ich? In: zfv â Zeitschrift fĂźr Geodäsie, Geoinformation und Landmanagement, Heft 3/2017, S. 131/132
Weblinks
Commons
: Galileo (Satellitennavigation)
â Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
⢠Navipedia Ein Informationsdienst der ESA unter Partnerschaft mit United Nations Office for Outer Space Affairs
⢠EU:
⢠EU-Verordnung zu Galileo (PDF)
⢠Website der Agentur fßr das Europäische GNSS (GSA) (englisch)
⢠OD SIS ICD (Memento vom 6. März 2015 im Internet Archive) (englisch; PDF; 2,9 MB)
⢠Europäische Weltraumorganisation (ESA):
⢠ESA â Navigation â Galileo
⢠DLR: âGalileo â Im Takt der Atomuhrenâ vom 14. Oktober 2011
Einzelnachweise
cite-note-11. â Art. 2 Kooperationsabkommen Ăźber ein globales ziviles Satellitennavigationssystem (GNSS) zwischen der Europäischen Gemeinschaft und ihrer Mitgliedstaaten und der Ukraine vom 1. Dezember 2005, Bekanntmachung vom 20. Januar 2014 (BGBl. II S. 128).
cite-note-22. â Prag wird Hauptsitz fĂźr Satellitennavigationssystem Galileo. In: freiepresse.de. 27. Januar 2012, archiviert vom Original (nicht mehr online verfĂźgbar) am 1. August 2012; abgerufen am 16. Juni 2019.
cite-note-0-44. â Betriebsstart fĂźr Galileo! Europäische Kommission, abgerufen am 28. März 2018 (englisch).
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